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Gebühren und Erstberatung

Wir leben in einer Informationsgesellschaft, in der es so einfach ist wie nie zuvor, sich Wissen auf Knopfdruck zu beschaffen. Das verführt oft dazu, sich mit neuen und schwierigen Themen selbst zu beschäftigen, um Geld zu sparen. Häufig stellt aber selbst der erfahrene Internetbenutzer dann eines fest: Es gibt einfach zu viel und ungefiltertes Wissen. Die Recherche wird zeitaufwendig, ihr Erfolg ist nicht immer kalkulierbar. Ein spezialisierter Rechtsanwalt kann Ihnen bereits im Zuge der Erstberatung eine Einschätzung Ihrer Erfolgsaussichten geben.

Erstberatung

Wer sich dies von vorneherein klar macht und gegenrechnet, wie viel Wert er der eigenen Zeitstunde beimisst, wird schnell seine Meinung darüber revidieren, ob eine Erstberatung beim Rechtsanwalt als günstig oder teuer anzusehen ist.

Die Gebühren des Rechtsanwalts bestimmen sich nach den Vorschriften des Öffnet externen Link in neuem FensterRechtsanwaltsvergütungsgesetzes (RVG). § 34 RVG setzt den Rahmen für die Erstberatung fest:

§ 34 Beratung, Gutachten und Mediation
  1. Für einen mündlichen oder schriftlichen Rat oder eine Auskunft (Beratung), die nicht mit einer anderen gebührenpflichtigen Tätigkeit zusammenhängen, für die Ausarbeitung eines schriftlichen Gutachtens und für die Tätigkeit als Mediator soll der Rechtsanwalt auf eine Gebührenvereinbarung hinwirken, soweit in Teil 2 Abschnitt 1 des Vergütungsverzeichnisses keine Gebühren bestimmt sind. Wenn keine Vereinbarung getroffen worden ist, erhält der Rechtsanwalt Gebühren nach den Vorschriften des bürgerlichen Rechts. Ist im Fall des Satzes 2 der Auftraggeber Verbraucher, beträgt die Gebühr für die Beratung oder für die Ausarbeitung eines schriftlichen Gutachtens jeweils höchstens 250 Euro; § 14 Abs. 1 gilt entsprechend; für ein erstes Beratungsgespräch beträgt die Gebühr jedoch höchstens 190 Euro.
  2. Wenn nichts anderes vereinbart ist, ist die Gebühr für die Beratung auf eine Gebühr für eine sonstige Tätigkeit, die mit der Beratung zusammenhängt, anzurechnen.

Die Erstberatungsgebühr für Verbraucher ist also auf €190 begrenzt. Dieser Betrag wird in der Regel von Ihrer Rechtsschutzversicherung übernommen (Achtung: Privater Rechtsschutz umfasst in der Regel nicht Abmahnungen im Urheberrecht!).

In Grosskanzleien ist ein Stundensatz von 300€ oder mehr keine Seltenheit. Wir legen für die Berechnung der Erstberatungsgebühr einen Mindeststundensatz von 200€ zugrunde. Bis zu einem Streitwert von 1.500€ fällt für eine halbstündige Beratung also ein Honorar von 100€ zzgl. MwSt. an. Übersteigt der Streitwert 1.500€, legen wir die sog. Mittelgebühr von 0,55 zugrunde. Bei einer Mandatierung wird der bereits bezahlte Betrag als Anzahlung selbstverständlich voll angerechnet.

Gebühren der anwaltlichen Tätigkeit

Ab Übernahme eines Mandats und erstem Tätigwerden fallen regelmäßig die gesetzlichen Gebühren nach dem RVG an. Diese können anhand von Tabellen im Voraus errechnet werden. Es gibt für die gängigen Smartphones bereits gute Kostenrechner-Apps, anhand derer Sie selbst das Kostenrisiko einschließlich Gerichtsverfahren in wenigen Sekunden ersehen können. Der Rechtsanwalt kann auch eine Gebührenvereinbarung auf anderer Basis schließen, z.B. ein Stundenhonorar. Dies tun wir in der Regel dann, wenn wir entweder annehmen, Ihr Fall ist schneller und günstiger auf Stundenbasis zu erledigen oder wenn wir umgekehrt feststellen, dass der voraussichtliche Aufwand in keinem Verhältnis zum gesetzlichen Honorar steht. In jedem Fall stimmen wir alle kostenauslösenden Maßnahmen im Voraus mit Ihnen ab. Sie behalten damit stets die Kontrolle über entstehende Gebühren.

Schuldner der Gebühren des Anwalts ist nach den gesetzlichen Bestimmungen immer sein Vertragspartner bzw. Auftraggeber, also der Mandant. Allerdings gibt es oftmals Konstellationen, die dazu führen, dass die Gebühren vom Gegner zu tragen sind. Darunter fallen z.B. die Anwaltskosten als Verzugsschaden, die Umkehr der Kostentragungspflicht bei einer unberechtigten Abmahnung im Urheberrecht, oder die Verpflichtung, die Kosten des Gegners bei Unterliegen in einem Gerichtsprozess zu tragen. Die Kostentragungspflicht des Gegners bedeutet aber nicht automatisch, dass der Mandant von seiner Zahlungspflicht befreit ist. Vielmehr wird der Mandant in einigen Fällen vorleisten müssen, sich dann aber beim Gegner schadlos halten können. Im Einzelfall kann es durch unglückliche Umstände trotzdem dazu kommen, dass der Gegner trotz Kostentragungspflicht nicht bezahlt, z.B. wenn dieser kein Vermögen hat. Solche Umstände sollten bereits bei der Übernahme des Mandats und Prüfung der Erfolgsaussichten berücksichtigt werden.

Sind Rechtsanwaltsgebühren allgemein nicht recht hoch?

Überlegen Sie einmal kurz, welche Fixkosten ein Rechtsanwalt mindestens hat, ohne die eine kompetente Berufsausübung nicht möglich ist:

  • Büromiete und Büronebenkosten
  • (mindestens) 1 Angestellte(r)
  • Auto für Besprechungs- und Gerichtstermine
  • Literatur, um neusten Trends zu folgen
  • Abonnement einer Rechtsprechungsdatenbank
  • Zwangsmitgliedsbeiträge an Kammern
  • Rentenzahlungen ins Anwaltsversorgungswerk
  • notwendige Fortbildungen, zur Gewinnung und Erhaltung von Fachtiteln

Das bedeutet für einen Einzelanwalt monatliche Ausgaben zwischen 3.500 und 5.000 €. Fragen Sie sich selbst: Würden Sie sich in die Hände eines Arztes begeben, der mit 10 Jahre altem Wissen und Ausrüstung arbeitet? Beim Rechtsanwalt ist das nicht anders - und wir sind immer auf dem neuesten Stand!

Vorschuss

Wenn Sie diese Gedankengänge nachvollziehen konnten, werden Sie auch verstehen, warum Rechtsanwälte oft Vorschüsse fordern (müssen): Der Rechtsanwalt leistet geistige Arbeit vor - oft mit erheblichem Zeitaufwand verbunden - während seine laufenden Kosten weiter anfallen. Daher bestimmt § 9 RVG ausdrücklich das Recht des Anwalts, einen angemessenen Vorschuss zu fordern. In der Regel fordern wir einen Vorschuss, wenn der zu erwartende Arbeitsaufwand 3 Stunden überschreitet.

Fazit

Die auf Sie persönlich zugeschnittene Lösung kann mit viel oder wenig Aufwand verbunden sein, sei es Recherche oder Abfassen von Schriftsätzen und Verträgen. Vor diesem Hintergrund bleiben wir immer fair, indem wir die Besonderheiten jedes einzelnen Falls und die wirtschaftliche Stärke jedes Mandanten individuell berücksichtigen.

Für Existenzgründer und ausländische Investoren bieten wir eine kostenlose Erstberatung.

Ihr Erfolg ist unser Erfolg. Rufen Sie uns noch heute an!